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Auch 2017 ging es auf „Schusters Rappen“ durch das Erzgebirge.
Mit drei Autos wurden wir wie so oft schon in der „Weltgeschichte“ ausgesetzt.
Unsere „Map-and-Guide-Offline-Junkies“ lenkten uns mitten in den Busch.
Nun habe ich, als Wandzeitungsbeauftragter und Dauerteilnehmer des jährlichen Wandertags, längst aufgehört...

...mir Routen oder Wege zu merken und latsche wie eine Kuh dem Bauern brav mit einer „Bottle voll Bier“ dem „Zwei-„ bzw. manchmal auch „Dreigestirn der Wegeplanung“ hinterher.

Sing:
„Über Wiesen und Feldern, nix zu sehen von Stoppelfeldern“, ging es gefühlt nach 30 Minuten Wegzeit eine „Bobbahn“ hoch. Die „Schwitze“ tropfte nun bei ca. 18 Grad Plus und leichtem Wind den Rücken herunter, so dass ich gar nicht wusste ob meine Reserveflaschen ein Loch haben würden oder ich meinem Körper am Morgen zu viel zumutete. Half ja nix – ich muss als „Gruppenbuchführer“ auch Vorbild sein.

Das erste große Ziel welches angesteuert werden sollte war das „Battleck“.
Mmmh, lecker Bier, eventuell sogar Fassbier… mir tropfte der Zahn und ein kleines, zweites Frühstück wäre ja vielleicht auch noch drin.
Leider kamen wir an diesem Tag gegen 11 Uhr etwas zu spät! Die ansässige Gaststube hatte bereits geschlossen….. seit genau 64 Jahren.
Das Gast- und Kurhaus war soeben mal schnell im Gründungsjahr der SGD - 1953 geschlossen worden. Man merkte mal wieder: „Vertraue keinem Führer – wenn du nicht weißt wo der Weg endet“. Naja, wenigstens konnten die „Wissenden“ sich amüsieren und im noblen Unterstand fanden wir uns zur ersten Rast ein. Mitläufer und teilweise Mitwisser Harti bekam erstmal ordentlich eine Büchse auf den Kopf geballert und haute Netto und Brutto in seiner Tageszwischenbilanz durcheinander.

Transportwagen
Transportwagen
Gruppenbild
Gruppenbild
Auf gehts
Auf gehts
erste Rast
erste Rast
am Baddeleck
am Baddeleck
weiter gehts
weiter gehts


Während des zweiten Laufabschnittes ging es als Entschädigung im ehemaligen Faltengebirge nun endlich bergab.
In dieser Region hätte man das Buch „Durch das wilde Tschechistan“ schreiben können. Vorbei an Waldarbeitern unseres Nachbarlandes liefen wir die „Bobbahn“, welche asphaltiert war, wieder herunter. Vorbei an schönsten Ferienhäusern entstand der Gedanke den Männertag mal abseits unserer Region, mit einer Übernachtung zu bereichern. Am Ende des Weges hatten wir schon fast eine Hütte im „Nirgendwoauchimmer“ gebucht, aber unsere Frauen hatte natürlich noch niemand gefragt… Entscheidung offen…

„Im Tal der Tschechen“ angekommen, ging es zum Fassbier trinken in eine Wirtschaft. Mit Händen und Füßen wurde sich erfolgreich auf eine Runde „Pivo“ für alle geeinigt um wenig später den Grenzübertritt in die BRD zu wagen.
Im „Grenzhof Georschensthal“ fanden wir dann einen neuen asiatischen Besitzer vor und plünderten in wenigen Minuten die Krabbenchips von allen Tischen des Hauses. Flink servierten uns die Bedienungen unsere Leibspeisen und „ab ging der Peter“ in Richtung Cämmerswalde.

Mittagessen
Mittagessen
Mittagessen
Mittagessen
Mittagessen
Mittagessen


Auf diesem dritten Teilabschnitt sollte aus meiner Sicht der Höhepunkt des Tages stattfinden. Einer unserer Wegführer zeigte plötzlich mit einem Fingerzeig quer übers Feld den weiteren Weg. Mittlerweile war ich mit Pils in der Hand in Gespräche versunken, wie man der Kommerzialisierung des Fußballlandes entgegen treten könne, und stapfte in ca. vier Meter hohem Gras voran. Nach wenigen Minuten erreichten wir aber nicht die erwartete Abkürzung, sondern ein vor einiger Zeit erbauten Aussichtspunkt. Mühevoll hielt ich das gerade eingeschwepperte Bier im Mund und suchte mir den Verantwortlichen zur Wegediskussion.
Dieser konnte mich aber gerade nicht „empfangen“, denn er hatte gerade nichts Besseres zu tun und zückte sein mitgebrachtes, zwei Tonnen schweres, DDR-Fernglas der Marke Carl Zeiss. Bääämmm! Ich war nicht der einzige der dieser zweiten fiesen Intrige des Tages aufgesessen war und so entschloss man sich mit dem Fernglas die Aussicht zu genießen.
ein Radler
ein Radler
Aussichtspunkt Cäm.
Aussichtspunkt Cäm.
Aussichtspunkt Cäm.
Aussichtspunkt Cäm.
Aussichtspunkt Cäm.
Aussichtspunkt Cäm.
Aussichtspunkt Cäm.
Aussichtspunkt Cäm.
Aussichtspunkt Cäm.
Aussichtspunkt Cäm.


Weiter ging es in Richtung Gaststätte „Flugzeug“. Steve freute sich, wahrscheinlich gab es für ihn die Woche darauf Provision, und Alex bestellte bei „Carmen-Doreen“ ein paar "Halbe". Ringsherum um die „Boeing der Interflug GDR“ gab es vor allem viele Familien die sich Erholung erhofften, so dass wir an diesem Ort nicht zwingend von Vorteil waren. Nach dem Vernichten des „Kaltgetränks“ schlichen wir in Richtung Kreuztanne. Der Grill war dort bereits eingepackt worden und so ging es nach einem Toilettenbesuch weiter in Richtung Bergstadt auf der Höhe.

Im letzten Teilstück unserer Wanderung trug unser jüngstes Vereinsmitglied Lukas noch immer unsere Bierfahne. Wohl die wenigsten hätten ihm dieses Durchhalten der Aufgabe zugetraut, aber er zeigte Klasse.

Angekommen im Sumpf des Abends, hatte sich der JVS in seinem Vorgarten herausgeputzt und konnte mit Wurst und Steak den treuen Fanclubwanderern Nahrung bieten. Am Lagerfeuer und mit einigen Freunden im Gespräch, ging es bis in die Abendstunden hinein.
Wie immer war zu diesem Zeitpunkt jeder „seines Glückes Schmied“ und so trennten sich unsere Wege am Abend des Männertages 2017 mal wieder im JVS. [ML7]

Aussichtspunkt Cäm.
Aussichtspunkt Cäm.
Am Flugzeug
Am Flugzeug
am JVS
am JVS


 

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