Zum ersten Februarwochenende 2026 hatten acht Fanclubstrategen Bock auf Ausfahrt und so ging es Freitagmorgen traditionell mit dem Gewerbevereinsbus auf Montage in den Westen der Republik, um unsere Goldfüße gegen den ruhmreichen Fußballclub Gelsenkirchen-Schalke 04 e.V. (kurz: FC Schalke 04) zu unterstützen.
Vier Mann durften in der Bergstadt mit bissl Bier, Limo und ohne Eier im Gepäck starten.
Im Urstromtal der Biela stieg die Nummer 5 – Bastl noch zu und später in der Kreisstadt konnte auch noch ein Exil-Dresdner eingesammelt werden. Mehr Leute sollten es erstmal nicht sein. Wegen Husten, Schnupfen, Elternzeit oder dem Drang zu größeren Taten blieben die sonst noch so üblichen Verdächtigen zu Hause.
Die Grösel-Brothers reisten gesondert aus Berlin an und ein „Köl´sche Jung“ (Ostdeutsch, ugs. Steffen) wurde als Reservist kurzfristig dazu gebucht, um das Kartenkontigent und die Unterkunft doch (nahezu) voll auszuschöpfen.
Im Vereinsbus musste Bastl, angeblich wegen einer verlorenen Wette und/oder weil kein Jever mitgenommen wurde, das Steuer in die Hand nehmen. Unterdessen machte sich El Presidente als "Hinten-Rechts-Sitzer" einen neuen Namen als Barkeeper. Hier wird das Bier eben noch vom Chef persönlich gereicht!
Dieser war es auch, der auf der A38 nun endlich die erste Bierkappe im Sammelbeutel versenkte. Zwischendrin gab´s erzgebirg´sche Knacker mit Senf, Brötchen und Kondensmilch vom 9 3/4 als zweites Frühstück!
Der „Kriminaldauerdienst“ konnte anschließend, in Begleitung des Frankfurter Adlers, eines Airbus A400-M, zwei Popeln und einem Bobbycar ohne Probleme in die gebrauchten Bundesländer vordringen.
Das Mittagessen wurde mal schnell bei...
Das Mittagessen wurde mal schnell bei Serways mit Pullergutscheinen finanziert und so erreichte das Mutterschiff noch vor dem Berliner 11er-Bingo die Unterkunft in Gladbeck.
Währenddessen setzte Steffen aus Richtung Köln nun auch schon auf dem Rhein über. In der Unterkunft „Giraffe“ am Sägewerk Gladbeck bündelte sich nun noch vor Sonnenuntergang die Fanclub-Meute und checkte selbständig mit dem Code 1-2-3-4 ein. Die Schlafplätze waren schnell verteilt und ein kleiner Tross versorgte noch zügig die wichtigen Eier sowie weitere Zutaten für das allgemeine Wohlbefinden. So gab es dann zum Abendessen auch eine, durch unsere Sterneköche selbst zubereitete, Fusilli-Bolognese! Die gesättigten Körper gingen nun schon teils getrennte Wege. Paar wenige Ausnahmen wollten früh in die Heia, mancher wollte noch fix in der Kneipe paar Einheimische kennenlernen und schlussendlich hatte man auch noch Bock auf die Olympia-Eröffnungsfeier.
Nützt ja aber alles nüscht, denn Dynamo Auswärts ist eben zumeist nur einmal im Jahr und so gab´s eben noch vom Steffen paar Halbbitter in Form von Kölner Kabänes dazu. Danach holte der Sandmann auch die Letzten ins Bette.
Am Samstagmorgen – es war ja nun der Tag mit dem Fußballspiel – wurden die Torsos neu gestartet und mal kurz über die Gusche gebügelt. Unsere Köche legten sich erstmal fürs Frühstück ins Zeug. Mit frischen Brötchen, Rührei, Hackepeter, Bockwurst und richtiger Nutella gab´s wieder eine super Einstimmung auf den Tag. So konnten dann auch schnell die letzten Geheimnisse der Universalfernbedienung gelüftet werden.
SKANDAL: Videotext mit Medaillenspiegel blieb uns aber trotzdem verwehrt. (Wer hatte die Hornsche eigentlich gebucht)
Anschließend ging´s dann auch schon in Vollbesetzung mit dem 9er Richtung Veltins-Arena. Dort angekommen, bevorzugte man vor dem Check-In doch lieber das eigene Mitgebrachte. Drinne gab´s eh nur Dünnes! Der Einlass war überraschenderweise mal wieder ein Kinderspiel und so ermunkelte sich René gleich noch eine bequemere Aussicht als alleinreisender Behindertenbetreuer.
Der Rest ließ sich auf den oberen Rängen des Gästeblocks nieder. Sitzplatz war auch mal was Neues für uns und so konnten wir auch noch Harti mit der Sektion FTL und Holger (vormals Fanclub Teufelskerle ´85) persönlich bzw. durch die Scheibe begrüßen. Der Gästeblock machte ordentlich Rabatz, in der Hoffnung beim aktuellen Tabellenführer nicht so risch off´n Sack zu bekommen und so rechnete wohl kaum einer so ganz mit ´nem Punkt beim haushohen Favoriten (Endstand 2:2).
Man konnte also feststellen, dass wir sportlich wieder bissl in der Spur sind und auf bessere Zeiten hoffen können (müssen)! Die Abreise gestaltete sich dann mal wieder zähe. Glücklicherweise hatten wir aber gesprächige Parkplatznachbarn und auch noch paar Bierreserven am Start. Zurück zur Unterkunft wurden noch schnell die Vorräte aufgestockt. Leider waren die guten Sorten, trotz Begrüßung mit Handschlag, ausverkauft bzw. stolz bepreist. Also probierten wir es mal mit „Traugott Simon“, „Maximum Oscar“ und „I love Kronen“.
Zurück in der „Giraffe“ war kurz frisch machen angesagt und schon ging´s wieder raus in die Hood. Zum Abendessen hatte der diese Jahr fehlende "Prostmann" im örtlichen Jammerkrug reserviert. Der Wirt Jovan Gajić a.k.a. Opa-Lasogga (Großvater von P.-M. Lasogga, aktuell Co-Trainer Schalke II, vormals u.a. Hertha BSC, HSV, Leeds) begrüßte uns freundlich als holländische Reisegruppe am Buffet. Zudem gab´s Gegrilltes à la Balkan inkl. Schnaps als Nachspeise. Mit vollem Magen konnten wir nun das Abschlussevent des Tages angehen.
Nun ging es zu Fuß weiter zur Riesener-Sporthalle Gladbeck. Dort gab es Handball-Regionalliga beim VfL Gladbeck gegen die TG Hörste. Mit einem Kasten Bier und paar Cola ließen wir uns im neutralen Block nieder und wurden auch gleich als Dynamo-Fans erkannt und begrüßt. Die Partie startete fulminant und mit sicherer Führung für den Gastgeber. Diese brachte man jedoch nicht über die Zeit und so gab es eine enttäuschende 24:26 Niederlage gegen den Tabellenvorletzten. Zwischendrin suchten noch paar Schalker Nervensägen Anschluss und erzählten was vom „Acker“ und dem hiesigen „Drogerie-Markt“.
Wegen mangelnder Kommunikationskompetenz wurden diese dann eben einfach stehen gelassen. Und tschüss hieß es dann auch erstmal für René, der das Taxi zurück bevorzugte. Alle anderen wählten dann doch lieber die Variante „per pedes“, also Fußbus.
Den Ausklang fand der Abend dann wieder in der Unterkunft mit Olympia, Nüssln, Bier und Kabänes.
Am Sonntag sollte es dann wieder in die Heimat gehen. Nach dem Frühstück wurde also schnell z´samm gemacht und die Fahrzeuge beladen. Nach der Verabschiedung vom G-Clan aus Berlin und dem Köl´sche Jung starteten wir mit Busfahrer Eumel wieder in den dunklen Osten.
In Richtung Sachsen wurden dann noch die letzten Bierreserven vernichtet und schließlich alle wieder in ihre Heimatorte verbracht. Eine tolle Auswärtsfahrt war das wieder!
Vielen Dank zum Schluss noch an die Organisatoren, die Fahrer, die Köche und ihre Helfer und die Sprücheklopfer! Bis zum nächsten Mal!




































